{"id":944,"date":"2023-09-27T11:46:01","date_gmt":"2023-09-27T11:46:01","guid":{"rendered":"https:\/\/aiqunited.com\/?post_type=editorial&#038;p=944"},"modified":"2023-11-22T21:09:14","modified_gmt":"2023-11-22T21:09:14","slug":"deutsche-quellensteuern-bei-ausschuettungen-an-luxemburgische-gesellschaften","status":"publish","type":"editorial","link":"https:\/\/aiqunited.com\/de\/editorial\/deutsche-quellensteuern-bei-ausschuettungen-an-luxemburgische-gesellschaften\/","title":{"rendered":"Deutsche Quellensteuern bei Aussch\u00fcttungen an luxemburgische Gesellschaften"},"content":{"rendered":"\n<h2 class=\"wp-block-heading\">EuGH kassiert deutsche Missbrauchsvorschrift des \u00a7 50d Abs. 3 EStG<\/h2>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Executive Summary<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>&nbsp;<\/strong>Eine der wohl misslichsten deutschen Steuervorschriften wurde am 20.12.2017 durch den Europ\u00e4ischen Gerichtshof (EuGH) kassiert: \u00a7 50d Abs. 3 Einkommensteuergesetz (EStG) in seiner bis 2011 geltenden Fassung. Dieser Vorschrift sorgte und sorgt noch heute in seiner aktuellen Fassung in der Praxis daf\u00fcr, dass Kapitalertr\u00e4ge wie Dividendenaussch\u00fcttungen und bestimmte Zinszahlungen von deutschen Kapitalgesellschaften an ihre luxemburgischen Muttergesellschaften in der Regel mit Quellensteuern in Deutschland belastet sind, obwohl eigentlich die Quellensteuerbefreiung der europ\u00e4ischen Mutter-Tochter-Richtlinie Anwendung finden sollte. Denn das deutsche Steuerrecht in Gestalt des \u00a7 50d Abs. 3 EStG macht die Steuerbefreiung von &#8211; f\u00fcr ausl\u00e4ndische Holdinggesellschaften &#8211; nahezu unerf\u00fcllbaren Substanzvorschriften abh\u00e4ngig. &nbsp;Der EuGH hat nun geurteilt, dass die Ausgestaltung der Substanz &#8211; Anforderungen der Vorschrift unverh\u00e4ltnism\u00e4\u00dfig waren und gegen EU-Recht versto\u00dfen haben. Wir gehen davon aus, dass auch die derzeit g\u00fcltige Fassung des \u00a7 50d Abs. 3 EStG gegen EU-Recht verst\u00f6\u00dft, denn ein diesbez\u00fcgliches Verfahren ist beim EuGH anh\u00e4ngig. Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer luxemburgischer Holdinggesellschaften (\u201eSOPARFI\u201c) mit Beteiligungen an deutschen Kapitalgesellschaften sollten pr\u00fcfen, ob F\u00e4lle, in denen deutsche Quellensteuern auf Dividendenaussch\u00fcttungen und Zinszahlungen erhoben wurden, noch offen sind und bei aktuellen F\u00e4llen Einspr\u00fcche einlegen, um die finanziellen Interessen der SOPARFI und damit letztlich der Gesellschafter zu wahren. Luxemburgische Investmentfonds fallen grunds\u00e4tzlich nicht in den Anwendungsbereich der Mutter-Tochter-Richtlinie. F\u00fcr diese k\u00f6nnen sich aber f\u00fcr die Vergangenheit Anspr\u00fcche auf R\u00fcckerstattung von Quellensteuern aufgrund einer Ungleichbehandlung von in- und ausl\u00e4ndischen Investmentfonds ergeben (vergl. z.B. FIM Santander, EuGH 10.4.2014).<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Hintergrund: Deutsche Quellenbesteuerung auf Dividenden und Befreiung<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Dividenden und bestimmte andere Kapitalertr\u00e4ge wie z.B. bestimmte Zinsen, die von Gesellschaften mit Sitz in Deutschland an im Ausland ans\u00e4ssige Gesellschaften gezahlt werden, unterliegen in Deutschland der beschr\u00e4nkten Steuerpflicht. Beschr\u00e4nkt steuerpflichtig sind (luxemburgische) Gesellschaften, die zum Zeitpunkt des Kapitalzuflusses weder ihren Ort der Gesch\u00e4ftsf\u00fchrung noch ihren Sitz in Deutschland haben. Die erzielten Ertr\u00e4ge unterliegen in Deutschland einem Steuerabzug in H\u00f6he von 25 % zuz\u00fcglich 5,5 % Solidarit\u00e4tszuschlag (Kapitalertragsteuer bzw. Quellensteuer). Ausl\u00e4ndische Empf\u00e4nger (Gl\u00e4ubiger) von Dividenden und bestimmten anderen Kapitalertr\u00e4gen k\u00f6nnen jedoch nach den Rechtsvorschriften der europ\u00e4ischen Mutter-Tochter-Richtlinie&nbsp;und\/oder in Verbindung mit den einschl\u00e4gigen&nbsp;<a href=\"https:\/\/www.bundesfinanzministerium.de\/Content\/DE\/Standardartikel\/Themen\/Steuern\/Internationales_Steuerrecht\/Staatenbezogene_Informationen\/doppelbesteuerungsabkommen.html\">Doppelbesteuerungsabkommen<\/a>&nbsp;(z.B. Deutschland\/ Luxemburg) ganz oder teilweise von der Kapitalertragsteuer entlastet werden. Entweder durch das Erstattungsverfahren f\u00fcr bereits geleistete Zahlungen oder durch das Freistellungsverfahren f\u00fcr zuk\u00fcnftige Zahlungen. Beide Verfahren stehen unter einem in \u00a7 50d Absatz 3&nbsp;EStG festgelegten Missbrauchsvorbehalt. Ist der Tatbestand dieser Regelung erf\u00fcllt, scheidet ein Anspruch auf Steuerentlastung aus.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Ausgangsf\u00e4lle<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Dem EuGH lagen zwei Sachverhalte vor: Die Rechtsache Deister Holding (C-504\/16) und die Rechtsache Juhler Holding A\/S (C-613\/16).&nbsp;<strong>In der Rechtsache Deister Holding<\/strong>&nbsp;sch\u00fcttete die deutsche Deister elektronik GmbH im Jahr 2007 an ihre niederl\u00e4ndische Mutter eine Dividende aus. Sie behielt auf die Aussch\u00fcttung deutsche Kapitalertragsteuer nebst Solidarit\u00e4tszuschlag ein. Im Jahr 2008 beantragte die holl\u00e4ndische Muttergesellschaft die Erstattung der einbehaltenen deutschen Quellensteuern auf Basis der europ\u00e4ischen Mutter-Tochter-Richtlinie (90\/435\/EWG, umgesetzt in deutsches Recht in \u00a7 43b EStG). Das Finanzamt lehnte die Steuerbefreiung und damit die Erstattung der einbehaltenen Kapitalertragsteuer mangels \u201eSubstanz\u201c der niederl\u00e4ndischen Mutter auf Basis des \u00a7 50d Abs. 3 EStG ab. Die niederl\u00e4ndische Holding verf\u00fcgte \u00fcber ein angemietetes B\u00fcro und besch\u00e4ftige zwei Mitarbeiter.&nbsp;<strong>&nbsp;In der Rechtsache Juhler Holding<\/strong>&nbsp;sch\u00fcttete eine deutsche GmbH an ihre d\u00e4nische Muttergesellschaft eine Dividende aus, auf die deutsche Kapitalertragsteuer und Solidarit\u00e4tszuschlag einbehalten wurde. Auch in diesem Fall lehnte das Finanzamt die Erstattung der einbehaltenen Kapitalertragsteuer mangels Substanz der d\u00e4nischen Mutter auf Basis des \u00a7 50d Abs. 3 EStG ab. Die d\u00e4nische Juhler Holding hielt zum Zeitpunkt der Aussch\u00fcttung Beteiligungen an mehr als 25 Tochtergesellschaften und erbrachte konzerninterne Dienstleistungen. Sie verf\u00fcgte \u00fcber einen Telefonanschluss und eine E-Mail-Adresse, nicht aber \u00fcber eigene B\u00fcror\u00e4ume. Im Bedarfsfall griff sie auf R\u00e4umlichkeiten, sonstige Einrichtungen und Personal anderer Konzerngesellschaften zur\u00fcck.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">\u00a050d Abs. 3 EStG 2011-Der Showstopper<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>&nbsp;<\/strong>Grunds\u00e4tzlich profitieren Dividendenaussch\u00fcttungen von einer europ\u00e4ischen Tochtergesellschaft an ihre, in einem anderen Mitgliedstaat ans\u00e4ssige, Muttergesellschaft von einer Quellensteuerbefreiung auf Basis des Artikel 5 Abs. 1 der Mutter-Tochter-Richtlinie. Diese Vorschrift wurde durch den \u00a743b in das deutsche Einkommensteuergesetz implementiert&nbsp;, wonach einbehaltene deutsche Kapitalertragsteuer auf Dividendenaussch\u00fcttungen an ausl\u00e4ndische Muttergesellschaften bei Vorliegen der Voraussetzungen entweder nicht erhoben oder nachtr\u00e4glich auf Antrag erstattet wird. Allerdings hat der deutsche Gesetzgeber die Quellensteuerbefreiung an sogenannte \u201eSubstanzanforderungen\u201c gekn\u00fcpft, die damals und heute in \u00a7 50d Abs. 3 EStG festgelegt sind. Der deutsche Gesetzgeber will somit die Quellensteuerbefreiung durch substanzschwache Briefkastenfirmen im europ\u00e4ischen Ausland unterbinden, an denen sich beispielsweise nicht europ\u00e4ische Gesellschafter beteiligen, um quellensteuerfrei Dividenden \u00fcber diese europ\u00e4ischen Briefkastenfirmen aus Deutschland zu beziehen (\u201eTreaty Shopping\u201c). Die Substanzerfordernisse des \u00a750d Abs. 3 EStG in seiner damaligen und heutigen Fassung sind in der Praxis f\u00fcr Holdinggesellschaften kaum zu erf\u00fcllen. Es kommt daher in der Regel zu einer definitiven Belastung mit deutschen Quellensteuern bei Dividendenaussch\u00fcttungen oder auch Zinszahlungen von deutschen Gesellschaften an beispielsweise luxemburgische Holdinggesellschaften. Die Vorschrift sieht unter anderem vor, dass eine Quellensteuerbefreiung nicht gew\u00e4hrt wird, wenn die Gesellschafter der ausl\u00e4ndischen Holding bei Direktinvestition selbst keinen Anspruch auf die Steuerbefreiung h\u00e4tten und<\/p>\n\n\n\n<ol class=\"wp-block-list\">\n<li>f\u00fcr die Einschaltung der ausl\u00e4ndischen Gesellschaft wirtschaftliche oder sonst beachtliche Gr\u00fcnde fehlen oder<\/li>\n\n\n\n<li>die ausl\u00e4ndische Gesellschaft nicht mehr als 10 Prozent ihrer gesamten Bruttoertr\u00e4ge des betreffenden Wirtschaftsjahres aus eigener Wirtschaftst\u00e4tigkeit erzielt oder<\/li>\n\n\n\n<li>die ausl\u00e4ndische Gesellschaft nicht mit einem f\u00fcr ihren Gesch\u00e4ftszweck angemessen eingerichteten Gesch\u00e4ftsbetrieb am allgemeinen wirtschaftlichen Verkehr teilnimmt.<\/li>\n<\/ol>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">In den zu entscheidenden F\u00e4llen lehnte das Finanzamt die Quellensteuerbefreiungen und damit die Erstattung der einbehaltenen Kapitalertragsteuer auf Basis des \u00a7 50d Abs. 3 EStG ab. In der Rechtsache Deister Holding mangels einer eigenen Wirtschaftst\u00e4tigkeit. In der Rechtsache Juhler Holding in Ermangelung eigenen Personals und eigener Gesch\u00e4ftsr\u00e4ume.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Das Urteil des EuGHs zu \u00a750d Abs. 3 EStG<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der EuGH sieht in der Vorschrift des \u00a7 50d Abs. 3 EStG in seiner 2011 geltenden Fassung sowohl einen Versto\u00df gegen die Mutter-Tochter-Richtlinie als auch gegen die Niederlassungsfreiheit.&nbsp;<strong>&nbsp;<\/strong>Der EuGH f\u00fchrt aus, dass die<strong>&nbsp;Mutter-Tochter-Richtlinie&nbsp;<\/strong>steuerneutrale Gewinnaussch\u00fcttungen innerhalb der EU sicherstellen soll. Deshalb verb\u00f6te die Mutter-Tochter-Richtlinie grunds\u00e4tzlich Quellensteuern bei Gewinnaussch\u00fcttungen von einer gebietsans\u00e4ssigen Tochtergesellschaft an ihre gebietsfremde Mutter. Deshalb k\u00f6nnten Mitgliedstaaten nicht einseitig restriktive Ma\u00dfnahmen einf\u00fchren und die Quellensteuerbefreiung von diversen Bedingungen abh\u00e4ngig machen. Allerdings k\u00f6nnten Mitgliedstaaten Bestimmungen zur Verhinderung von Steuerhinterziehung und Missbrauch anwenden, die jedoch verh\u00e4ltnism\u00e4\u00dfig sein m\u00fcssten und eng auszulegen seien. Dies sei nach Auffassung des EuGHs nur dann der Fall, wenn die Anti-Missbrauchs-Regelung das Ziel hat,&nbsp;<em>\u201erein k\u00fcnstlich, jeder wirtschaftlichen Realit\u00e4t bare Konstruktionen zu verhindern, die errichtet wurden, um ungerechtfertigt einen Steuervorteil zu erlangen.\u201c<\/em>&nbsp;Deshalb k\u00f6nnen sich die deutschen Steuerbeh\u00f6rden bei der Pr\u00fcfung, ob ein Vorgang Steuerhinterziehung und Missbrauch als Beweggrund hat, nicht auf vorgegebene allgemeine Kriterien beschr\u00e4nken, sondern der Vorgang m\u00fcsse individuell gepr\u00fcft werden. Eine generelle Steuervorschrift wie der \u00a7 50d Abs. 3 EStG&nbsp;, mit der bestimmte Gruppen von Steuerpflichtigen automatisch vom Steuervorteil ausgenommen werden, ohne dass die Steuerbeh\u00f6rde einen Anfangsbeweis&nbsp; oder ein Indiz hat, sei nicht zul\u00e4ssig. Au\u00dferdem d\u00fcrfe die Herkunft von Personen, die an in der Union ans\u00e4ssigen Muttergesellschaften beteiligt sind, f\u00fcr die Anwendung der Richtlinie und deren Beg\u00fcnstigungen keine Rolle spielen. Zudem urteile der EuGH, dass die Vorschrift einen unzul\u00e4ssigen Versto\u00df gegen die&nbsp;<strong>Niederlassungsfreiheit nach Artikel 49&nbsp;<\/strong>Unionsvertrag darstellt, da eine Ungleichbehandlung von gebietsans\u00e4ssigen (also deutschen) und gebietsfremden Muttergesellschaften vorliegt, da sich die Vorschrift nur auf Aussch\u00fcttungen an gebietsfremde Gesellschaften bezieht.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>&nbsp;<\/strong>Auswirkungen auf die aktuelle Vorschrift des \u00a7 50d Abs. 3 EStG<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das Urteil des EuGHs erging zu der bis 2011 geltenden Fassung des \u00a7 50d Abs. 3 EStG, die ab 2012 angepasst wurde. W\u00e4hrend die alte Version der Vorschrift die Quellensteuerbefreiung vollst\u00e4ndig versagte, wenn die Substanz-Voraussetzungen nicht erf\u00fcllt wurden, kann es nach der aktuellen Version zu quotalen Entlastungen kommen. Allerdings sind auch in der aktuell g\u00fcltigen Version die Substanz-Anforderungen an die ausl\u00e4ndischen Gesellschaften gleichbleibend hoch. Deshalb hat das Finanzgericht K\u00f6ln (\u201eFG\u201c) dem EuGH weitere Fragen zur Europarechtm\u00e4\u00dfigkeit von \u00a7 50d Abs. 3 EStG vorgelegt. Der Beschluss betrifft die seit dem 1.1.12 geltende aktuelle Fassung des \u00a7 50d Abs. 3 EStG. Das FG hat insbesondere Zweifel daran, ob diese Gesetzes\u00e4nderung dem Grundsatz der Verh\u00e4ltnism\u00e4\u00dfigkeit hinreichend Rechnung tr\u00e4gt. Denn nach wie vor sind die Anforderungen f\u00fcr die Quellensteuerbefreiung an im Gemeinschaftsgebiet ans\u00e4ssigen Kapitalgesellschaft unverh\u00e4ltnism\u00e4\u00dfig hoch. Das Verfahren ist beim EuGH unter dem Aktenzeichen C-440\/17 anh\u00e4ngig.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Hinweise f\u00fcr die Praxis<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das entschiedene Verfahren betrifft zwar nur die bis Ende 2011 anwendbare Fassung des \u00a7 50d Abs. 3 EStG. Allerdings bestehen auch europarechtliche Zweifel an der aktuellen Fassung. Soweit f\u00fcr vergangene Jahre oder laufenden F\u00e4lle noch Anspr\u00fcche geltend gemacht werden k\u00f6nnen, sollte diese durch die&nbsp;<a href=\"https:\/\/aiqunited.com\/directors-office\/\">Gesch\u00e4ftsf\u00fchrung<\/a>&nbsp;luxemburgischer Holdinggesellschaften mit deutschen Tochtergesellschaften erfolgen. Die Frist f\u00fcr die Antragstellung betr\u00e4gt grunds\u00e4tzlich vier Jahre. Sie beginnt mit dem Ablauf des Kalenderjahres, in dem die Kapitalertr\u00e4ge bezogen worden, das hei\u00dft dem Gl\u00e4ubiger zugeflossen sind. &nbsp; Sprechen Sie uns an, wir helfen Ihnen. &nbsp; Kontakt: Peter Kleingarn T +352 26 20 23 32 hello@aiqunited.com www.aiqunited.com&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"featured_media":730,"template":"","class_list":["post-944","editorial","type-editorial","status-publish","has-post-thumbnail","hentry"],"acf":[],"yoast_head":"<!-- This site is optimized with the Yoast SEO plugin v28.0 - https:\/\/yoast.com\/product\/yoast-seo-wordpress\/ -->\n<title>Deutsche Quellensteuern bei Aussch\u00fcttungen an luxemburgische Gesellschaften - Aiqunited<\/title>\n<meta name=\"robots\" content=\"index, follow, max-snippet:-1, max-image-preview:large, max-video-preview:-1\" \/>\n<link rel=\"canonical\" href=\"https:\/\/aiqunited.com\/de\/editorial\/deutsche-quellensteuern-bei-ausschuettungen-an-luxemburgische-gesellschaften\/\" \/>\n<meta property=\"og:locale\" content=\"de_DE\" \/>\n<meta property=\"og:type\" content=\"article\" \/>\n<meta property=\"og:title\" content=\"Deutsche Quellensteuern bei Aussch\u00fcttungen an luxemburgische Gesellschaften - Aiqunited\" \/>\n<meta property=\"og:description\" content=\"EuGH kassiert deutsche Missbrauchsvorschrift des \u00a7 50d Abs. 3 EStG Executive Summary &nbsp;Eine der wohl misslichsten deutschen Steuervorschriften wurde am 20.12.2017 durch den Europ\u00e4ischen Gerichtshof (EuGH) kassiert: \u00a7 50d Abs. 3 Einkommensteuergesetz (EStG) in seiner bis 2011 geltenden Fassung. 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